Brechaloch-Hexa Obertalheim e.V.

Über uns...

Früher gehörten sie zum Erscheinungsbild des dörflichen Lebens in Obertalheim, heute sind wir fast in Vergessenheit geraten: die Flachs- und Hanfbrecherinnen, die im Spätherbst um das Brechenloch standen und mit der "Breche" die Hülse der Flachs- und Hanfstängel brachen, um die Fasern im Inneren zu gewinnen.

Nun haben sie eine fasnetsmäßige Wiederaufstehung erlebt. Wir Dalemer Brechaloch-Hexa wählten sie als ortsgeschichtlichen Bezugspunkt bei der Gründung unseres Vereins 1996. Wir tragen deshalb einen langen Zopf aus Hanf an unseren Masken.

Bis in die Zwanzigerjahre hinein wurde auf hiesigen Feldern Flachs und Hanf angebaut, der Fasern wegen, die als Textilrohstoff Verwendung fanden. Beim Flachs waren aber auch Samenkügelchen geschätzt, die man mit einer "Riffel" abstreifte und gegen Leinöl oder Speiseöl eintauschte. Von der Sonne getrocknet brachte man die Stängel zum Brechen in das Brechenloch. Auf einem Holzrost über einem kleinen Feuer wurden die Hanf- und Flachsstängel zum endgültigen Trocknen ausgebreitet. Im nächsten Arbeitsgang wurden sie dann vom Feuer genommen und "gefackelt". Danach wurden die Hülse der Stängel mit der "Breche" gebrochen und die Faser freigelegt. Die Fasern wurden in Säcke gepackt und verkauft oder gegen Leinenstoff eingetauscht.

Die gute alte Zeit des Hanfbrechens am Brechenloch wird nie wiederkehren. Sie wird aber durch uns Dalemer Brechaloch-Hexa, z.Z. vierzig, ausschließlich weibliche Maskenträger und zahlreichen Mini-Hexen noch lange in Erinnerung bleiben.